Dienstag, 6.Oktober 2009
Unsere Abfahrt war am Hörder Bahnhof um 9.15 Uhr von Gleis 2. In Münster kamen wir um 11.14 Uhr an. Auf dem Weg nach Münster stiegen immer wieder Schüler von anderen Schulen hinzu, am Ende waren wir 24 Schüler. Von da aus fuhren wir mit dem Bus weiter zum Zoo.
Wir wurden von einem Mitarbeiter empfangen. Er erzählte uns über die Artenvielfalt im Zoo und verschiedene Tierschutzprogramme. Ein Zoo soll dem Menschen Freude bereiten und der Tierforschung dienen. Der Zoo besitzt eine eigene Forschungseinrichtung und einige bedrohte Tierarten wie z. B. die Goldkatze oder die Chinesische Langhalsschildkröte. Uns wurde erzählt, dass der Zoo 35 ha groß ist und mehr als 3300 Tiere besitzt, aber die Hälfte davon im Aquarium lebt.
Nach einem guten Essen ging unsere Führung los. Als erstes waren wir bei den Nasenbären. Sie fressen Früchte, Käfer und Spinnen. Die Nasenbären können eigentlich nicht aus ihrem Gehege fliehen, aber es gab ein Tier, das dies geschafft hatte. Es musste an einen anderen Zoo abgegeben werden, bevor sich die anderen Tiere den Weg abgucken konnten.
Dann waren wir bei den Geparden. Der Gepard ist das schnellste Landlebewesen und kann ca. 115 km/h schnell laufen. Außerdem jagen sie in der Mittagssonne, während Löwen und Leoparden schlafen. Nachts erkennt der Gepard seine Umgebung schlecht, denn er hat keine Netzhautreflektion.
Danach waren wir bei den Kattas, die man auch aus dem Film „Madagaskar“ unter dem Namen Lemuren kennt. Daneben wohnen die Gerezers, die auch Mantel-Äffchen genannt werden - ihr Fell sieht aus wie ein Mantel. Eigentlich leben die Tiere hoch in den Bäumen, aber im Zoo hat man ihnen einen schönen Kletterpark mit Seilen und Plattformen auf verschiedenen Ebenen eingerichtet. Auf dem Weg zu den Gorillas kamen wir bei den schläfrigen Wildschweinen vorbei. Die Familie der Gorillas bekam vor neun Monaten Nachwuchs. Das weibliche Tier wurde Claudia getauft, denn ihre Patin ist Claudia Kleinert, die Wetterfee vom WDR.
Als wir später auf einer Brücke Pause gemacht haben, kam ein Ausflugsboot vorbei gefahren. Wir gingen weiter zum Gehege der Goldkatze. Sie war leider nicht zu sehen. In Nachbargehege lagen die Löwen. Sie schlafen 14 Stunden am Tag und wiegen 150 - 300 kg.
Dann sind wir in Richtung Giraffengehege gegangen. Giraffen sehen zwar dünn aus, können aber bis zu einer Tonne wiegen. Sie sind Wiederkäuer und leben in kleinen Gruppenverbänden. Wegen des langen Halses und den langen Beinen fressen sie Blätter aus den Baumkronen, haben aber ein Problem beim Trinken.
Im Savannengehege lebten Strauße, Gnus und Zebras friedlich miteinander. Sie haben genügend Auslauf. Nebenan wohnten die asiatischen Elefanten. Sie haben kleinere Ohren als die afrikanischen Elefanten. Auf dem Freigelände stand ein Kratzbaum, an dem man sich scheuern konnte, und Baumstämme mit Löchern, in denen Leckereien versteckt werden können.
Auf den Besuch beim Nashornbaby freuten wir uns besonders. Es wird rund um die Uhr betreut und hat einen großen Teddybär zum Kuscheln. Es wackelt mit den Ohren und hat noch gar kein spitzes Nashorn. Leider hat das Muttertier schon zweimal seinen Nachwuchs getötet.
Als Letztes waren wir noch bei der Delphinshow. Die Delphine und Robben konnten ganz coole Tricks, z. B. auf der Schwanzflosse stehen und rückwärts gehen. Eine Robbe konnte Breakdance tanzen, auf den Vorderflossen drehen mit hochgehobener Schwanzflosse.
Dann mussten wir uns schon wieder vom Zoo verabschieden und den Heimweg antreten. Im Zug gab es genügend Gesprächsstoff. Wir merkten gar nicht, dass immer wieder Schüler ausstiegen. Und schon kamen wir in Dortmund Hörde an. Es war mittlerweile 17.00 Uhr.
Wir haben leider nicht alles gesehen, aber es lohnt sich auf jeden Fall, noch einmal hinzufahren.
Jan Helmich
Weitere Infos zu dem Thema,, Mit Klasse unterwegs“ unter: www.Bahn.de/klasse-unterwegs