Ausstellung "Aschenfarbe"

Am Mittwoch, dem 12.07.2017 stellte die 8c und der Kunstkurs der Einführungsphase unter Leitung von Frau Kähne im Rahmen der Ausstellung ,,Aschenfarbe" künstlerische Produkte des Schuljahres 2016/17 aus. Die Schülerschaft konnte sich einen Eindruck über Stillleben-Zeichnungen, Acrylarbeiten zu aleatorischen Verfahren (Zufallsverfahren), Landschaftsmalereien ("land(e)scapes") und Graffitis aus dem Graffiti-Workshop vom 03.06.2017 der Schüler/innen der Einführungsphase verschaffen.

Das Angebot wurde durch fotografische Arbeiten ergänzt, die im Anschluss an die Ausstellung im Rahmen eines Kolloquiums digital präsentiert wurden. Die Schüler/innen setzten sich fotografisch mit dem Thema ,,Stillleben" auseinander und sollten innerhalb der letzten drei Wochen beobachten, welchen Einfluss das Posten ihrer Bilder über instagram auf die Bildproduktion und -rezeption nimmt.

Ferner stellte die 8c Traumhausmodelle aus unterschiedlichen Materialien in der Aula aus. Die Schüler/innen brachten mit ihren Gestaltungsideen zum Ausdruck, wie sie sich z.B. "A Millionaire's Vision" oder "House of Maldives" u.a. vorstellen. In Kombination mit den

Landschaftsmalereien der EF, passten die Traumhausmodelle auf den Tischen in der Aula thematisch sehr gut zu den Landschaftsmalereien im Hintergrund, die sie dort an den Wänden umrahmten. Die Räumlichkeiten der Aula mit hohen Decken und guter Beleuchtung verliehen der Ausstellung einen authentischen Museumscharakter. 

Für einen besseren Einblick in das Unterrichtsvorhaben land(e)scapes finden Sie weiter unten von den Schüler/innen verfasste Texte und einen Informationstext zu dem entsprechenden Unterrichtsvorhaben.

Die Ausstellung wurde insbesondere von vielen Schülerinnen und Schülern der Unterstufe besucht, die sich auf ähnliche Projekte freuen können. Besucher/innen der EF konnten sich einen Einlick darüber verschaffen, wie ihre Mitschüler/innen im vergangenen Jahr parallel zu ihnen gearbeitet haben. Es gab durchweg sehr gutes Feedback für alle Ausstellenden. Vielen Dank an alle engagierten und kreativen Schüler/innen, die diese Ausstellung ermöglichten!

Land(e)scapes

In diesem Unterrichtsvorhaben haben sich die Schülerinnen und Schüler der EF mit dem Thema „Landschaft“ auseinandergesetzt.

Insbesondere in „unserem Ruhrpott“ ist unser Stadtbild speziell geprägt. Wir denken an Industriedenkmale, an die alte Emscher oder Gebäude wie das Dortmunder U, aber auch typische Landschaftsstreifen wie Schrebergärten, der Phoenixsee oder weite Felder in Dortmunder Vororten wie Berghofen, Kruckel oder Eichlinghofen.

Die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler zeigen land(e)scapes, in denen man sich verlieren kann, mit denen sie Erlebnisse mit

besonderen Menschen verbinden und an denen sie groß geworden sind. Dortmund wird mehr als nur ein Ort im Ruhrpott erkannt und somit

wirklich als „Heimat“ und Zufluchtsort begriffen, der nicht nur Industriedenkmal, Emscher und Dortmunder U ist.

 

 

„Im Sommer sind die Tage länger, die Luft ist abends angenehm warm, wenngleich man spürt, dass es langsam frischer wird, die Sonne beginnt langsam unterzugehen, während der Himmel in kräftigen Farben leuchtet und man weiß, dass auch wenn sich der Tag dem Ende neigt, die Nacht erst begonnen hat.

Man fühlt sich im Allgemeinen lebendiger und unbeschwerter. Die Menschen sitzen draußen an den kleinen Tischen mit ihren Partnern, mit ihren Freunden, mit ihren Familien oder auch alleine, dabei trinken sie kühle Getränke und haben Spaß. Sie genießen ihren Feierabend, ihre

Sommerferien oder die letzten Sommertage, bevor der kalte, dunkle Winter wieder da ist, sie vergessen für ein paar Stunden den Alltag.“

[Vanessa Zephista, EF]

„Die Bilder des 19. Jahrhunderts zeigen qualmende Schornsteine im Sinne der Industrialisierung. Landschaften aus dem 15. Jahrhundert zeigen mystische Motive. Zur jetzigen Zeit vermischen sich von Menschen erbaute Dinge und die Natur. Die Menschen wollen, dass sich die Erde erholen kann. Es werden Wege gesucht, der Natur nicht mehr zu schaden (z.B. Renaturierung der Emscher).“

[Caroline Kampmann, EF]

„Meine Landschaft zeigt für mich Heimat aus zwei Sichten. Erstens, da ich dort wohne und jeden Tag, wenn ich aus meinem Fenster schaue oder aus dem Haus gehe auf diese Wiese mit den Bäumen blicke. Andererseits ist diese Landschaft der Ort, an dem ich mich Zuhause fühle. Wenngleich ich nicht dort wohnen würde, gefiele mir dieser Ausblick wegen der Weite und der Menschenleere. Ich verbinde damit viele schöne Erlebnisse mit meinen Freunden oder meiner Familie und auch einige Begegnungen mit Tieren wie Rehe, Hasen oder Füchse. Das Bild spiegelt genau die Landschaft wider, in der ich mich wohlfühle.“

[Selina Breitenbach, EF]