Phoenix goes Texas! Hello from Dripping Springs.

Vom 7.10. bis zum 21.10. befinden sich 12 Schülerinnen und Schüler des Phoenix Gymnasiums zusammen mit Frau Mikus und Frau Kähne zu Besuch bei der Dripping Springs High School in Texas, USA. Hier berichten die Schüler von Ihren Eindrücken. Der jüngste Eintrag befindet sich oben, der älteste unten. 

Am Dienstag, den 16.10. haben wir einen Ausflug nach Austin gemacht. Austin ist die Hauptstadt des Staates Texas und etwa 45 Minuten (je nach Verkehr) von Dripping Springs entfernt. Wir haben im Parkhaus vom „Texas Bullock State History Museum“ geparkt und sind von da aus zum State Capitol gelaufen. Auf dem Weg dahin hat es sehr geregnet und wir waren alle froh, als wir angekommen sind. Das State Capitol ist das Parlamentsgebäude von Texas und es wurde von Elijah E. Myers konstruiert, nachdem er den Wettbewerb gewann. Es laufen alle politischen Prozesse in dem State Capitol ab. An der Spitze ist die „Goddess of Liberty“. Mit 92.24 m ist das Capitol sogar größer als das weiße Haus in Washington! Leider handelt es sich nur noch um eine Replika, das Original befindet sich im anliegenden Visitor Center.

Zum eigentlichen State Capitol sind wir erst nach dem Besuch im Visitor Center gekommen. Dort wurden uns einleitend Informationen über das Capitol gegeben. Das eigentliche Gebäude hat eine sehr schöne Architektur und auch von innen ist es sehr beeindruckend. Man kann von unten bis ganz oben zur Kuppel hochschauen. Dort hatten wir ebenfalls eine Führung, die uns das ganze State Capitol noch einmal näher gebracht hat.

Nachdem unsere Führung zu Ende war, sind wir wieder durch den Regen und die Kälte (das ist überigens zu dieser Jahreszeit sehr untypisch - normalerweise herrschen diese Wetterverhältnisse im Januar) sind wir dann ins „Texas Bullock State History Museum“ gegangen. Dieses wurde 2001 eröffnet, um die Geschichte von Texas zu erzählen. In dem Museum erfährt man, wie Texas zu dem heutigen geworden ist und es gibt unter anderem sogar eine Ausstellung über Rodeo. Das ganze Museum war wirklich schön gestaltet und sehr informativ. Auch der Souvenirshop ist sehr vielfältig und sehr ansprechend.

Nach unserem Museumsbesuch haben wir dann 2 Stunden Freizeit in Austin bekommen. Die meisten sind essen gegangen und sind durch die ein oder anderen Läden gebummelt.

Um 16:55 haben wir uns dann am Museum getroffen und uns auf den Heimweg begeben. Nach der Autofahrt (im bereits bekannten Party-Van) wurden wir um kurz nach 6 Uhr an der High School von unseren Gastfamilien abgeholt.

Insgesamt hat sich der Ausflug nach Austin sehr gelohnt und so konnten wir noch mehr Eindrücke aus Texas gewinnen.

Lara Böduel

Am Freitag, den 12. Oktober haben wir einen Ausflug nach San Antonio gemacht. San Antonio ist eine sehr bekannte Stadt in Texas. Sie ist mexikanisch geprägt.  

Morgens sind wir mit unseren Austauschpartner/innen und der Willkommensklasse der Schule mit Einwanderern aus Mexiko in einem der berühmten gelben Schulbusse in die Stadt gefahren und haben dort zunächst das San Antonio Museum of Art besucht. Das Museum befindet sich in Downtown San Antonio, also im Stadtkern und wurde 1981 eröffnet. Wir haben in kleineren Gruppen drei Ausstellungen besichtigt. Es gibt dort mehrere Etagen mit Exponaten aus u.a. Ägypten, Griechenland, Asien und Lateinamerika. Es sind verschiedene Disziplinen vertreten gewesen, wie z.B. handbemalte Keramik, Skulptur und Malerei. Wir konnten auch einen Eindruck von texanischen Möbeln gewinnen.

Anschließend sind wir weiter zum San Antonio River Walk gefahren. Der San Antonio River fließt mitten durch die Stadt und bildet dadurch einen Stadtpark. Entlang des Flusses gibt es zahlreiche bunte Restaurants, Cafés, Bars, Shops und öffentliche Kunstwerke. Der River Walk ist das Wahrzeichen von San Antonio und somit auch ein beliebter Zielort für Touristen. Nicht umsonst wird San Antonio liebevoll als die grüne Stadt bezeichnet. Der Ort ist wirklich wunderschön und man kann sowohl spazieren oder essen gehen, als auch sich beim Bummeln und Shoppen die Zeit vertreiben.Leider hatten wir nicht besonders viel Zeit in der Stadt, doch immerhin hat die Zeit für Sandwiches und ein paar schöne Fotos gereicht. Uns hat besonders der mexikanische Stil in San Antonio gefallen.

Für die, die noch Zeit hatten, stand ein weiteres Wahrzeichen in San Antonio bereit. Unmittelbar neben der Fußgängerzone auf einem großen öffentlichen Platz (dieser Platz war typisch mexikanisch aufgebaut mit einem Pavillon in der Mitte), stieß dem Besucher "The Alamo" ins Auge. Es handelt sich hierbei um einen ehemalige Missionsstation. Im Zuge des texanischen Unabhängigkeitskrieges (1835/1836) wurde die Station von aufständischen Siedlern besetzt. In der Folge der Schlacht entwickelte sich Texas sogar zu einer unabhängigen Republik und wurde später zu einem Staat der USA erhoben.

10. Oktober

Am Mittwoch, den 10. Oktober sind wir zu mehreren State Parks (das sind quasi Nationalparks auf Staatsebene - hier Texas) gefahren und haben uns die Landschaft angeschaut.

Zuerst waren wir beim “Hamilton Pool“. Das ist ein sehr bekannter Naturpool in der Nähe von Austin. Er ist von riesigen Steinplatten umgeben, die eine Höhle um die Hälfte des Pools bilden. Er hat außerdem einen Wasserfall, der von den Steinplatten hinunter in den Pool läuft. Der Hamilton Pool ist sehr schön und ein perfekter Ort um Fotos zu machen. (siehe Fotos 1 u. 2)

Anschließend haben wir einen weiteren Park besichtigt: den Pedernales Falls State Park. Beim Parken des Autos konnten wir einen Hirsch aus nächster Nähe beobachten. Wir sind dann zum wunderschönen Fluss „Pedernales“ gewandert und haben dort ein Picknick gemacht. Als wir dort saßen, konnten wir eine Klapperschlange hören. Wir hatten Glück, dass das Wetter an diesem Tag besonders schön war und die Sonne gestrahlt hat. (siehe Foto 3)

Nach einer weiteren kurzen Autofahrt (in unserem party-van mit sing-session) sind wir in der Nähe der Wasserfälle des Pedernales River angekommen. Wir sind zu einer besonders schönen Stelle des Pedernales River gewandert und haben dort dann noch etwas Zeit verbracht um Fotos zu machen und einfach die Landschaft zu genießen. Ich denke, die angeschlossenen Bilder 4&5 sagen mehr als tausend Worte.

Katharina Glowienka

Welcome Dinner am 09.10.

Nachdem wir beim Bürgermeister waren, sind alle Eltern, Austauschschüler/innen und Austauschpartner mehr oder weniger schnell zu einem mexikanischen Restaurant namens Flores gefahren. Zu Beginn wurden uns Tortilla Chips gereicht. Und zwar nicht ein paar, sondern sehr viele!

Gefühlt alle zwei Sekunden kam jemand mit einem neuen Korb voller Tortillas rein. Wir waren uns einig darüber, dass die Tortillas trocken ziemlich geschmacklos waren. Dafür hat die Salsa umso mehr Geschmack, sie war für die meisten von uns zu scharf. In dem Restaurant gab es sehr viel Scharfes, da wir in einem TexMex Restaurant waren. Jeder von uns bekam außerdem einen riesen Becher Leitungswasser voller Eiswürfel gereicht. Das ist in Amerika üblich. Als TexMex werden die mexikanischen-amerikanischen Gerichte, die man überall in Texas erhalten kann. Durch mexikanische Einflüsse in amerikanischem Essen ist die Wortkombination TexMex entstanden. Wenn man beim Essen Texas und Mexiko kreuzt, kommt meistens etwas sehr Scharfes heraus. Genau das mussten wir auf schmerzliche Weise erfahren.  Da das Meiste für die Texaner nicht scharf ist, haben sie uns bei der Auswahl unseres Essens geholfen: „Nein, das ist nicht scharf, das kannst du bestellen“, hieß es.

Schon weit bevor dem Essen und den Tortillas konnte man die gute Atmosphäre spüren. Alle hatten etwas zu erzählen und das Essen so wie das Ambiente war sehr gut. Die Bedienung war super schnell und freundlich. Das Essen war abgesehen von der Schärfe gut und  kam nah an authentisches mexikanisches Essen heran. Bis auf das eine oder andere Aufschreien seitens der Deutschen wegen der Schärfe im Essen, war es ein sehr gelungener Abend.

Nach dem Essen bekamen wir noch unsere Willkommens-Geschenke. Neben Süßigkeiten und einem T-Shirt unserer High School, bekamen wir allerlei kleine Dinge aus der Umgebung.

Henri Hönemann

Am Dienstag, dem 09.10. - dem dritte Tag unserer Reise - waren wir als Gruppe gemeinsam mit Frau Besemer, der amerikanischen Deutschlehrerin, und den amerikanischen Schüler/innen zur Versammlung des Stadtrats im Rathaus von Dripping Springs eingeladen.

Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir gebeten, in den Saal des Rathauses einzutreten. Alle Schüler/innen und Lehrerkräfte, die an diesem Austausch der beiden Schulen beteiligt waren, versammelten sich vor dem Podium des Saales und wurden zusammen fotografiert (siehe Gruppenfoto).

In der Versammlung des Stadtrats wurden mehrere Bekanntmachungen (proclamations) verlesen. Neben der Benennung des Monats Oktober zum “Domestic Violence Awareness Month” und des 09. Oktobers 2018 zum “Wild Birds Unlimited Day”, wurde dieser Tag ebenso zum offiziellen “Deutschen Austauschschülertag” (“German Exchange Student Day”) ernannt (siehe Proclamation, 1.).

In dieser Bekanntgabe machte der Stadtrat darauf aufmerksam, dass er jeden Schüler und jede Familie, der/die Interesse an der Teilnahme eines Austauschs zeige, - egal, ob man selber Austauschschüler werden wolle oder jemanden beherbergen wolle - ansporne, sich im Internet (auf https://exchanges.state.gov) darüber zu informieren (siehe Proclamation, 2.).

Des Weiteren verkündete er, die folgenden Austauschschüler willkommen zu heißen und anzuregen, die bildenden und amüsanten Orte von Dripping Springs zu besuchen und daran teilzuhaben (siehe Proclamation, 3.).

Zum Schluss übergaben Frau Kähne und Frau Mikus-Binkoswki im Namen des Phoenix Gymnasiums ein kleines Geschenk an den Bürgermeister Todd Purcell.

Bela Wessels

Anreise und Ankunft

Am 07. Oktober war es für 12 Schüler/innen unserer Schule und unsere zwei Lehrerinnen Frau Mikus-Binkowski und Frau Kähne, nach fast zehn Monaten Vorbereitungszeit und dem bereits stattgefundenen Besuch der Amerikaner in Deutschland im Sommer, endlich soweit! Die lang ersehnte Reise nach Dripping Springs (Texas) ging endlich los.

Dafür mussten wir alle ziemlich früh aufstehen, die meisten zwischen vier und fünf Uhr morgens. Manche von uns fuhren mit dem Auto zum Flughafen und manche mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir trafen uns um 07:30 Uhr am Düsseldorfer Flughafen. Trotz des großen Flughafens kamen alle pünktlich und fanden den ausgemachten Treffpunkt.

Nachdem wir durch die Pass- und Sicherheitskontrollen kamen, stiegen wir in den Flieger nach Atlanta. Der Flieger hob um 10:35 Uhr ab und der Flug dauerte etwa zehn Stunden. Fast alle haben ihn gut überstanden. Für viele von uns war es der erste Flug überhaupt!

Als wir dann in Atlanta ankamen, mussten wir durch die strengen Einreisekontrollen. Im Anschluss holten wir unsere Koffer, um sie erneut abzugeben, damit sie in den nächsten Flieger gebracht werden konnten. Manche von uns wurden sogar Taschenkontrollen unterzogen.

Um 18:35 Uhr Ortszeit startete der zweite Flieger nach Austin, der nochmal fast zwei Stunden dauerte. In Austin angekommen, waren wir fast am Ziel, aber es dauerte noch lange, bis wir da waren.

Wir mussten zunächst unsere Koffer und Mietwagen holen, die wir für den Aufenthalt in Texas gemietet hatten. Dies ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, uns von A und B zu bewegen, da es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, wie wir sie in Dortmund kennen. Mit Frau Besemer, der amerikanischen Lehrerin, fuhren wir dann zu einem Parkplatz im hügeligen Dripping Springs (“Hill Country“), auf dem unsere Austauschpartner und Gasteltern schon auf uns warteten. Einige begrüßten uns sogar mit selbst gestalteten Plakaten. In Austin war es ungefähr 22 Uhr und in deutscher Zeit bereits fünf Uhr morgens am nächsten Tag!

Insgesamt war es eine lange, anstrengende Reise bis nach Dripping Springs und wir fielen alle müde ins Bett, gespannt auf den nächsten Tag, der Gott sei Dank ein Feiertag (Columbus Day) war!

Jule Giesenkirchen